Monatsarchiv: November 2010

Euro unter 1,30 …

will wohl keiner mehr haben … Aber gut für die deutschen Exporte … Gerade ist mal wieder der Dollar der Einäugige unter Blinden … Bis die Anleger dann irgendwann merken, dass das Defizit in den USA deutlich größer ist als das durchschnittliche in der EU.

EUR/USD SPOT Währung: Kurs – EUR, EU0009652759

Stresstest 2.0 – Jetzt wird gekesselt

Nachdem jetzt auch dem letzten leugnenden Politiker klar geworden ist, dass der erste Stresstest nichts taugte (bzw. die, die schon lange wussten, dass die Tests nicht wirklich streng waren, sich nicht mehr trauen weiterhin zu leugnen), geht es jetzt in die Vorbereitungen für einen zweiten Stresstest.

Diesmal aus aktuellem Anlass neu an Board: irische und portugiesische Banken. Und dann vielleicht auch mal mit einem realistischen Szenario und Hauspreishalbierungen, Sparprogrammen und Anstieg der Arbeitslosenquoten. Und vielleicht auch einfach mal einem Haircut bei den Staatsschulden der kritischen Länder.

Euro-Krise: Bankenstresstests haben Risiken übersehen – Wirtschaftspolitik – Wirtschaft – FAZ.NET

Dass die Risiken im ersten Stresstest übersehen wurden, war übrigens eigentlich fast allen klar, genauso wie klar war, dass das kein Zufall, sondern Absicht war. Der Test sollte ja genau zum Ergebnis haben, dass die Banken stabil sind. Auf dass es jemand glaube. Diese Rechnung ging nur nicht auf. Die Finanzmarktteilnehmer lassen sich nicht soooo leicht veräppeln.

Für ein realistischeres Szenario für den Stresstest 2.0 kann man ja mal die Vorgaben von Fitch für den spanischen Bankensektor nehmen:

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Zahl des Tages (13.07.10): 88.331.000.000

WM Vergabe verschieben? Geht nicht …

… dann müssen ja unter Umständen alle neu bestochen werden 😉

Korruptionsverdacht in der Fifa: Transparency fordert neuen Termin für WM-Vergabe – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Sport

Gold: 1.057 Euro, neues Allzeithoch.

Live Market Quotes

Grundlegendes zu den Arbeitslosenzahlen in der FAZ

Weil der Artikel einen guten Überblick über all die “Sonderfälle” bietet, die in der offiziellen Arbeitslosenzahl und damit auch Arbeitslosenquote fehlen, empfehle ich den Artikel hiermit mal:

Arbeitsmarkt: Die Statistik zeigt nicht die ganze Wahrheit – Konjunktur – Wirtschaft – FAZ.NET

Ich würde nur einen Fehlschluss nicht machen: Davon ausgehen, dass die Zahlen früher einmal besser waren … Also OK, Anfang der 70er in Zeiten der Vollbeschäftigung waren sie es vielleicht mal. Spätestens seit den 80er würde ich über die Qualität nicht mehr wirklich diskutieren. Da hat sich nicht sonderlich viel geändert.

Und einen weiteren Fehler darf man ebenfalls nicht begehen: Behaupten, dass die Statistik komplett falsch sind, nur weil die Medien eine bestimmte Zahl immer in den Schlagzeilen bringen. In den Details stecken oft eine Menge weiterer interessanter Informationen …

Dann muss man auf die Medien schimpfen, die die falsche Zahl in die Überschrift packen, nicht auf die Statistiker, denn die machen ja ihren Job.

Schweizer lehnen Mindeststeuer ab

Weil’s hier vor kurzem mal ein Thema war (Schweizer stimmen über höhere Reichensteuern ab – egghat’s not so micro blog) würde ich auch gerne das Ergebnis nachliefern:

Mit einer klaren Mehrheit von 58% wurde eine Mindesteinkommensteuer mit einem vergleichsweise bescheidenen Steuersatz von 58% und eine Mindestvermögenssteuer von 0,5% abgelehnt.

Damit bleibt die Schweiz weiterhin Steuerparadies.

Deutliche Abfuhr für Steuergerechtigkeitsinitiative (Politik, Schweiz, NZZ Online)

Bild

Als Update zu: Diese Bankrun Nummer ist ja schon spannend. In der… – egghat’s not so micro blog

Beim Don im Forum hat mich ein aufmerksamer Leser darauf aufmerksam gemacht, dass die richtige Schreibweise die Getrenntschreibung ist. Diese hatte ich auf probiert, aber von Google “zu wenige Daten” als Ergebnis bekommen. Was ich inzwischen aber auch verstehe, denn ich hätte Anführungsstriche um den Begriff setzen müssen.

Dann bekommt man die Grafik von oben, die auch 2007 schon Zuckungen erkennen lässt … Da tauchen dann die Länder, die man eigentlich erwartet hätte, auch auf (Griechenland, USA), auch wenn mit Singapur auch was Überraschendes dabei ist.

Dass “bankrun” jetzt erst auftaucht und so viele Anfragen dazu kommen, liegt daran, dass im Niederländischen die Worte oft wie im Deutschen zusammengezogen werden.