Monatsarchiv: August 2012

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Lesetipp: Chinas Bad Debt Albtraum.

Jede Kreditblase wird von steigenden Ausfallraten gefolgt. Auch im “Wirtschaftswunderland” China. Sagt FT Alphaville.

Das gilt es zu beobachten, allerdings ist die Grafik ein sehr schönes Beispiel dafür, dass man nicht in blinde Panik verfallen sollte.

Denn wenn ich darüber eine “Pi-Mal-Daumen”-Regression mache, ist die Aussage der Grafik nicht sonderlich eindeutig. Der Artikel geht ja davon aus, dass bei stärkerem Kreditwachstum ein Phase mit höheren Ausfallraten folgt. Die Regressionsgerade müsste also von links unten nach rechts oben laufen. 

Stellt man sich diese mal vor, fallen aber jede Menge Ausreisser vor allem unten rechts (z.B Russia 1995) auf.  Vor allem gibt es da, wo FT Alphaville die aktuelle Lage in China vermutet, noch keinen Eintrag (sollte da nicht einer sein, wenn der Zusammenhang so fix ist?). So ganz so eindeutig scheint der Zusammenhang also nicht zu sein.

Trotzdem: Die Gefahr einer platzenden Kreditblase ist in China nicht gerade gering. Auch, weil sehr viele Kredite nicht im reglementierten Bereich (sprich den Banken) gelaufen sind, sondern im “Graumarkt”. Das ist auch der Grund, warum die ganze Lage in China so extrem schwierig zu beurteilen ist.

(via FT Alphaville » China’s bad-debt nightmare)

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WENAG #59: Wenn mal wieder Atomkrieg ist. Oder Hyperinflation.

Das 90 Tage Notvorrat-Paket. 15-20 Jahre haltbar. Inklusive solcher Delikatessen wie Eierpfannkuchen (15 Jahre haltbar?!?), Mousse au Chocolat (15 Jahre haltbar? Wahrscheinlich ein Pulver), Vollkornbrot (uh) und Butterpulver (Fett entzogen oder wie?).

Durch den Shop kann man echt lange stöbern. Es gibt dort z.B. auch Käsefondue Pulver, dem man nur noch 190 ml Wasser hinzufügen muss (Käsefondue Schweizer Art – Notvorrat24 Ihr Shop für Notvorrat und Langzeitlebensmittel). Grusel … Das würd ich nicht einmal essen, wenn mich jemand zum Mars fliegen würde …

(via 90 Tage Notvorrat Paket – Notvorrat24 Ihr Shop für Notvorrat und Langzeitlebensmittel)

Bankrun in Spanien geht weiter: Private Einlagen -5% im Juli

Im Juli sind die Einlagen des privaten Sektors bei den spanischen Banken um satte 5% gefallen. Nach 1,583 Billionen Euro waren es am Ende des Monats nur noch 1,509 Billionen. Es flossen also satte 74 Milliarden Euro innerhalb eines Monats ab.

Das ist der vierte Monat mit Abflüssen in Folge. Und die meisten anderen davor waren auch negativ. Die 5% sind zwar dramatisch, man sollte sie allerdings auch nicht überbewerten, weil es in dieser Geschwindigkeit kaum weiter gehen wird.

Ob das Geld überwiegend von Inländern oder von Ausländern abgezogen wurde, ist unklar. Klar ist allerdings, wie diese Lücke gedeckt werden wird: Über Target-2 Forderungen an die EZB.

Spaniards pull more money out of banks in July | Reuters

Immerhin positiv: In Griechenland setzte sich der Abfluss nicht fort. Im Gegenteil, die Einlage wuchsen sogar leicht um 2%. In Irland legten die Einlagen ebenfalls leicht zu (+1%), in Portugal blieben sie stabil.

ESP: BIP 2009-2011 nach unten korrigiert

und zwar kräftig.

Von der Zwischenerholung 2010-2011 ist inzwischen kaum etwas übrig geblieben.

Der 2009er BIP-Einbruch blieb bei -3,7%. 2010 wird jetzt statt mit minus 0,1% auf minus 0,3% geschätzt. Das Wachstum 2011 halbierte sich von +0,7 auf +0,4% nahezu.

Dabei ist aber zu bedenken, dass mit der heutigen Korrektur der spanischen Statistikbehörde erst das 2008er BIP als endgültig (“definitivo”) angesehen wird. 2009 und 2010 sind   vorläufig (“provisional”), 2011 sogar nur “avance”, am besten wahrscheinlich mit “Vorabschätzung” zu übersetzen. Das dauert ja ganz schön lange …

http://www.ine.es/en/prensa/np733_en.pdf

P.S. Wenn jemand den letzten Abschnitt versteht (also was 2011 mit 3,2% des BIPs im Minus lag; Leistungsbilanz? Kapitaltransfers?), bitte ich um kurze Mitteilung.

D: ifo 07/12: 103,3. -1,9 (Vm), -9,7 (Vj).

Der Abwärtstrend setzt sich weiter fort und nimmt an Geschwindigkeit auf.

Das liegt vor allem daran, dass die Einschätzung der aktuellen Lage inzwischen etwas schneller fällt als die der Zukunft.

Die aktuelle Lage ist zwar mit 111,6 Punkten immer noch sehr positiv, das Minus von 2,3 Punkten im Monatsvergleich ist aber das drittgrößte der letzten 12 Monate. Auf Jahressicht beträgt das Minus nun 9,9 Punkte.

Die Zukunftsaussichten fielen “nur” um 1,6 Punkte, das Jahresminus liegt damit bei 9,5 Punkten.

Der Gesamtindex hat damit den niedrigsten Stand seit 2,5 Jahren erreicht. Die Zukunftskomponente notiert sogar so niedrig wie seit knapp 3 Jahren nicht mehr.

CESifo Gruppe München – ifo Geschäftsklimaindex fällt weiter

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„Warum ich hier so oft über Korruption blogge“ in einer Grafik …

Korruption ist schlecht für die Gesellschaft und für den Wohlstand. 

Troika Bericht verzögert sich wohl bis Oktober

Wahrscheinlicher Ablauf bis dahin:

Athen wird bis dahin das Geld ausgehen.

Gleichzeitig werden natürlich alle bisherigen Ziele erreicht und eine weitere Rate des Hilfspakets genehmigt und ausgezahlt.

Kurz danach kommt der Troika-Bericht und stellt fest, dass man die BIP-Schätzung nach unten korrigieren müsse und die Steuereinnahmen niedriger ausfallen als erwartet.

Nur so eine Ahnung …

Griechenland spaltet die Koalition: Troika-Bericht kommt wohl erst im Oktober