Monatsarchiv: Mai 2013

WENAG #85: ARKYD, das Satelliten Teleskop Crowdfunding

Ja richtig gelesen. Es geht wirklich um einen Satelliten, die um die Erde rumfliegt und ins Weltall schauen soll.

Das Projekt soll 1 Millionen Dollar kosten, gut die Hälfte ist bereits zusammengekommen.

In den kleineren “Pledges” bekommt man nur ein Foto zugeschickt (wie auch immer die aussehen oder was drauf sein mag; ich versteh das nicht). Ab 200$ bekommt man direkten Zugriff auf das Teleskop und kann ein Objekt der eigenen Wahl fotografieren lassen. (Das ganze gibt’s dann auch in 10er Paketen für Schulen, etc.).

Ab 2.500 kann man auf einem Display, das an der Außenseite des Satelliten montiert ist, ein Video abspielen lassen. Das Video wird dann irgendwann während des Flugs um die Erde abgespielt und gefilmt. So ähnlich funktioniert wahrscheinlich auch das Foto (eigenes Bild auf den Monitor und dann ein Foto davon mit der Erde im Hintergrund).

Hmmm, würde irgendwie zu meinem Blognamen passen … Meinen Avatar hochladen und im Hintergrund die “wunderbare welt” …

Nur: Bis 2015 muss man warten (wenn alles glatt geht, was bei so Weltraumgeschichten nicht so sicher ist). Und ob ich dann noch einen Avatar habe …

ARKYD: A Space Telescope for Everyone by Planetary Resources — Kickstarter

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Die EZB hat bereits 2/3 der LTRO Milliarden wieder eingesammelt.

Diese “Longer Term Refinancing Operations” waren hier ja einige Male Thema (auch weil in den Medien immer die brutto zur Verfügung gestellte (hohe) Summe genannt wurde und nicht die (wichtigere) Nettosumme. Diese war halt weniger schlagzeilenträchtig) .

Die LTROs dienten zur Refinanzierung der europäischen Banken, als diese im Herbst/Winter 2011/2012 (mal wieder) aufgehört hatten, sich gegenseitig zu finanzieren. Damals kamen insbesondere die Banken in Südeuropa nicht mehr an Kredite von anderen Banken und ihnen drohte daher ein akuter Liquiditätsengpass.

Die EZB schritt als “Lender of last resort” ein und versorgte die Banken direkt mit Geld. Und zwar zu einem Festzins (der übrigens sogar automatisch sinkt, wenn der Leitzins sinkt), in unbegrenzter Höhe und mit einer ungewöhnlich langen Kaufzeit (3 Jahre, meistens sind die Geschäfte deutlich kürzer, zum Teil nur einen Tag). Damit sendete die EZB ein klares Signal an die Banken: Holt Euch jetzt Geld und zwar so viel wie ihr im Notfall braucht, dann habt ihr an die Liquiditätsfront für die nächsten drei Jahre Ruhe.

Das machten die Banken dann auch und danach entspannte sich die Lage am Interbankengeldmarkt deutlich. In Südeuropa ist die Refinanzierung der Banken zwar immer noch nicht ganz unkritisch, aber für die Mehrzahl der Banken stellt die Refinanzierung kein Problem mehr dar.

Im Zuge der LTROs besorgten sich viele Banken *richtig viel* Geld, viel mehr Geld als man zu diesem Zeitpunkt benötigte. Es steckte durch die Zinssenkungsgarantie ja auch kein Risiko darin. Das Geld legten die Banken teilweise sofort wieder bei der EZB an. Was einigermaßen seltsam war, denn für dieses angelegte Geld gab es weniger Zinsen als man für das geliehene bezahlte (eigentlich verdienen die Banken ihr Geld genau anders herum … Billig leihen, teuer verleihen).

Somit war im Prinzip klar, dass beide Seiten (Banken und EZB) ein Interesse hatten, die Geschäfte schnell wieder auf das wirklich benötigte Niveau zurückzufahren. Die EZB will die Märkte nicht unnötig mit Geld fluten, die Banken auf der anderen Seite wollen sich nicht mehr Geld leihen, als sie für die Kreditvergabe benötigen.

André Kühnlenz hat in seinem Blog Weitwinkelsubjektiv die aktuelle Lage zusammengefasst. Und die ist ganz spannend, denn die EZB und die Banken haben die gesondert zur Verfügung gestellte Geldmenge schon wieder zu zwei Dritteln abgebaut. Von den ursprünglich etwa 800 Milliarden sind nun “nur” noch knapp 300 Milliarden im Umlauf.

Alle, die damals angesichts der massiven Geldflutung Angst vor Inflation hatten, dürften inzwischen wieder deutlich ruhiger schlafen (vielleicht ist das auch der Grund hinter dem Goldpreisrückgang?). Die Inflationspanikmacher in einigen Medien sind einfach nur ruhig und weisen leider nicht auf die Entspannung (und auf ihren Irrtum) hin.

Was ich mithilfe von Andrés Posting hiermit getan haben möchte 🙂

#LTRO2: 529,5 Mrd. Euro brutto, netto deutlich weniger (272,5 Mrd) – egghat’s not so micro blog

(via Adiós, Dicke Bertha! | WeitwinkelSubjektiv)

Link

WENAG #84: Angry Birds Limonade

Angry Birds soda release makes for huge sales jump

Quelle

WENAG #84: Angry Birds Limonade

Finanztransaktionssteuer wird eingedampft: Um 90%

Statt 10 Mrd. werden nun (von Insidern) pro Jahr nur noch 1 Milliarde Euro Einnahmen für den deutschen Staat erwartet.

Weniger Länder sollen mitmachen, mehr Produkte eine Ausnahme bekommen (alles was mit Altersvorsroge zussammenhängt zum Beispiel), und das Ganze später eingeführt werden als bisher geplant (bis Anfang 2014).

Am Ende gibt es einen Riesenberg an neuen Regularien und Verordnungen,  Tausende Berater (u.a. Steuerberater) verdienen sich bei der Umsetzung eine goldene Nase, das muss in die Bank-ITs eingebaut werden (woran sich wieder ein Haufen Leute eine goldene Nase verdient), und  der Staat muss eine Infrastruktur zur Erhebung und Kontrolle der neuen Steuer schaffen.

Ob das in einem sinnvollen Verhältnis zu den Einnahmen steht?

Nach Kritik: Börsensteuer wird eingedampft – Recht Steuern – Finanzen – Handelsblatt

Link

BBC News – Jon Bon Jovi waives concert fee in crisis-hit Spain

(Ist das jetzt kostenlos oder halber Preis?)

Update (31.05.13):

Auf Twitter gab mir jemand (ich finde es leider nicht wieder, sorry) die Erklärung:

Bon Jovi verzichtet auf seinen Teil der Einnahmen, der Veranstalter bekommt das Geld wie geplant. Damit halbiert sich der Verkaufspreis für die Tickets in etwa.

BBC News – Jon Bon Jovi waives concert fee in crisis-hit Spain

Bayern München ist die wertvollste Fußballmarke

und verdrängt Manchester United von Platz eins.

Das hat BrandFinance ausgerechnet (oder gewürfelt, wenn man skeptisch ist).

Bayern hat (wohl auch durch den Champions League Sieg) massiv zugelegt. Der Wert der Marke Bayern München soll um 74 Millionen auf 860 Millionen Dollar gestiegen sein.

ManU hingegen verlor 16 Millionen auf 837 Mio. Mit einer relativ großen Lücke dahinter: Real Madrid (621 Mio., +21) und Barca (572, -8 Mio). Dahinter kommt wieder eine große Lücke und dann folgen Chelsea (418, +20), Arsenal (410, +22), Liverpool (361, -6) und Manchester City (332, +30).

Hinter Milan auf Platz 9 (263, -31) kommen dann wieder zwei deutsche Vereine: Dortmund (260, +33) und Schalke (259,-7), die übrigens die Plätze tauschten (das gibt Krieg im Revier 😉 ).

Der HSV verlor zwar 9 Millionen an Wert (jetzt 144 Mio.), kletterte aber einen Platz auf 16. Leverkusen gewann 26 Mio. auf 90 und sprang 13 Plätze nach vorne auf die 23. Stuttgart (83 Mio (+12), Platz 25 (+3)), Wolfsburg (82 Mio (+16), Platz 27 (+5)) und Werder Bremen (79 Mio (+11), Platz 32 (-2)) konnten ebenfalls zulegen.

Dass die wirtschaftliche Stärke der englischen Liga weiterhin vorhanden ist, zeigt sich übrigens in der Breite. Von den Erstliga-Vereinen sind satte 14 unter den weltweiten Top-50 nach Markenwert; die Bundesliga hat “nur” 8, Italien 7, Spanien und Brasilien 5, Frankreich sogar nur 4 in dieser Rangliste.

Best Global Brands | Brand Profiles & Valuations of the World’s Top Brands

Update (12:16):

Bei JP4sport gibt es zwei Interviews mit Marketingmenschen bei Bayern und Dortmund dazu (zwitscherte mir jemand):

FCB-Vorstand Andreas Jung: “Wir können eine Million Trikots verkaufen” – JP4sport

BVB-Direktor Carsten Cramer: “In China und Indien wartet man nicht auf uns” – JP4sport

Das ist sicherlich die Seite des Fußballs, die vielen nicht gefällt. Aber nun ja, ist nun mal so. Und ist auch interessant …

Boah. Der Spiegel voll investigativ …

Eine Jugendarbeitslosigkeit von 50% bedeutet nicht, dass 50% der Jugendlichen (<25 Jahre) arbeitslos sind. Denn es gehen natürlich auch welche zur Schule, zur Uni, zum Wehrdienst, whatever. Wusste ich gar nicht 😉

Heute im Spiegel:

Jugendarbeitslosigkeit in Spanien: Quote gibt verzerrtes Bild ab – SPIEGEL ONLINE

Anno tukmich hier:

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland bei 50%. Wirklich?