Monatsarchiv: Juli 2010

CDS sind gut!

sagt diese Studie:

Credit derivatives are good, on balance, says leading academic

Also nix mit “böse, böse Spekulanten”, die ein Land in die Pleite treiben …

Aber die Studie sieht die CDS auch nicht so unkritisch, dass darin behauptet wird, dass man den Markt komplett unreguliert lassen darf …

US: #ECRI 23.07.2010: 121,1 (+0,6)

In den Schlagzeilen ist immer die jährliche Wachstumsrate, die jetzt von -10,5 auf -10,7% gefallen ist.

ECRI’s Weekly Leading Index Rises, But Growth Rate Falls — Seeking Alpha

US-Sparrate (BIP) Q02-10: 6,2% (+0,7 Vq)

Noch eine kleine Ergänzung, weil die Sparrate immer wieder in den Diskussionen über Rezession oder nicht auftaucht:

Die Sparrate der US-Haushalte ist im ersten Quartal 2010 von 5,5 auf 6,2% gestiegen.

Damit bleibt die Sparrate auf einem (für US-Verhältnisse) hohem Niveau, auch die monatlichen Daten zwischendurch mal etwas anderes andeuteten.

http://www.bea.gov/newsreleases/national/gdp/2010/txt/gdp2q10_adv.txt

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U. Wickert: “Wir sind ein korruptes Land und eine Bananenrepublik”

U. Wickert: “Wir sind ein korruptes Land und eine Bananenrepublik”

Für den Korruptionsticker kann die Aussage von Ulrich Wickert, dass Deutschland ein korruptes Land ist, nicht schaden …

U. Wickert: “Wir sind ein korruptes Land und eine Bananenrepublik”

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Digital TV: Insolvenz der #Primacom AG war „gezieltes Instrument“

Bei dem Laden war ich auch mal Aktionär und habe damit meinen ersten und bisher wohl auch einzigen 20-Bagger gebaut (bei 48 Cent gekauft, bei 10 Euro angedient. Im Extrem allerdings, zwischendrin habe ich einen Teil billiger verkauft und einen Teil auch teurer gekauft).

Daher finde ich es jetzt spannend, dass der Laden zum zweiten Mal den Aktionären aus den Händen gerissen werden soll.

Beim ersten Mal ging das angeblich so großzügige Übernahmeangebot eines Hedgefonds von 25 Cent nicht auf und die Aktionäre stimmten einfach nicht zu. Mit dem sehr überraschenden Ergebnis, dass ein paar Jahre später der Käufer Orion Kabel 10 Euro zahlte.

Dieser Käufer geriet dann selber wieder in Probleme und das nutzten dann wohl die Banken, um die Primacom AG (die Mutter) Pleitegehen zu lassen und sich für einen Appel und n Ei das operative Geschäft (in der Primacom Management GmbH) unter den Nagel zu reissen.

Naja, offiziell hat eine Firma namens Medfort von den Britischen Jungferninseln den Zuschlag für die GmbH bekommen. Wer dahinter steckt ist völlig unklar. Dass es die Banken sind, die direkten Zugriff (ohne störende Aktionäre) auf das Unternehmen haben wollen, liegt aber nahe.

Das Problem für die Aktionäre, die jetzt noch in dem Pennystock festhängen: Sie haben wahrscheinlich keinen starken Verbündeten mehr. Gegen das Übernahmeangebot des Hedgefonds gab es eine breite Ablehnungsfront von Klein- und einigen größeren Altaktionären, die über beste Drähte in die inneren Kreise der Primacom verfügten. Sie hatten Interesse an einem Erfolg, der Anteil war so groß, dass sich teure Anwälte lohnten und die waren bestens informiert.

Das fehlt aber jetzt alles. Der Streubesitz ist nur noch klein. Insider dürften nicht mehr dabei sein. Und damit wird eine Klage, so gut auch die Basis dafür eigentlich wäre, wohl ziemlich unwahrscheinlich.

Digital TV: Insolvenz der #Primacom AG war „gezieltes Instrument“

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Teure Kontoüberziehung: Super-Zinstief, aber nur für die Bank

Die Niedrigzinsen sollen ja auch nicht vorrangig der Ankurbelung der Wirtschaft, des Konsums oder des Hausbaus dienen, sondern vor allem den Banken, die sich mit geradezu unverschämten Margen die leergefegten Bilanzen wieder auffüllen sollen.

Das sagt nur keiner …

Teure Kontoüberziehung: Super-Zinstief, aber nur für die Bank

Wieder einmal kassiert das höchste Gericht ein Gesetz …

… weil wir scheinbar von Dilettanten regiert werden.

Und dieses Mal gibt es auch einen passenden, sprich saftigen Kommentar dazu.

Liebe Leute in Berlin, macht doch einfach mal Gesetze, die auch dem unvermeidlichen Gang nach Karlsruhe überleben. Das kann sooo schwer doch auch nicht sein …

Karlsruher Arbeitszimmer-Urteil: Millionenschwere Ohrfeige für schlampige Geldbeschaffer | FTD.de