Monatsarchiv: Juli 2012

Zitat

„Ein Miró auf dem Klo

Ein schöner Bericht in der FAZ über den Immobilien- und Korruptionssumpf in Marbella.

Marbella: Als Jésus über Nacht aus Äckern Bauland machte – Ausland – FAZ

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Stromerzeugung der Zukunft: GE bezweifelt Wirtschaftlichkeit von Kernkraft | FTD.de

Schau an. Kaum macht GE fast keinen Umsatz mehr (weniger als 1% des Gesamtumsatzes) mit Atomenergie, sagen sie, dass diese Technologie eh Murks sei.

Besser ist natürlich das, was GE herstellt: Gaskraftwerke und Windanlagen.

Das sollte man bedenken, wenn man demnächst irgendwo liest, dass “selbst GE” Kernkraft nicht mehr für sinnvoll hält (Greenpeace wird das wohl machen, einige Politiker sicherlich auch). Hinter die Aussage gehört eigentlich ein Disclaimer …

Update (01.08.12):

Der Joint Venture Partner von GE im Kernkraft-Geschäft hat schnell “dementiert”:

Anders als US-Partner GE: Hitachi hält an Kernkraft fest | FTD.de

Stromerzeugung der Zukunft: GE bezweifelt Wirtschaftlichkeit von Kernkraft | FTD.de

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Sonnenstrom: Solardachbesitzern droht Nachrüstpflicht – Immobilien – Finanzen – Wirtschaftswoche

Hohe Kosten in der WiWo-Definition: Für die üblichen Aufdachanlagen bis 30 KWp 300 bis 600 Euro. Naja, unter hohen Kosten hätte ich mir was anderes vorgestellt … Mehr Drama, Überschriftenschreiber. Mehr Drama 😉

Was dahinter steckt ist allerdings ganz interessant und war mir nicht bekannt …

Solaranlagen schalten sich bei 50,2 Hz im Stromnetz ab. Hintergrund: Wenn zu viel Strom eingespeist wird, können die Stromnetzbetreiber in gewissen Grenzen über (vor allem) die Spannung (normal 230 Volt) und die Frequenz (normal 50 Hz) Spitzen abfangen.

Update: Hilti macht mich im Kommentar darauf aufmerksam, dass die Lastregelung in der Praxis *nur* über die Frequenz gemacht wird und nicht über die Spannung. Das über die Spannung zu machen wäre unsauber. Update Ende.

Bei 50,2 Hz schalten sich die Wechselrichter (die aus dem Gleichstrom der Solarzellen 50-Hertz-230-Volt-Wechselstrom für die Einspeisung machen) einfach ab. Damit wird eine Überlastung des Netzes vermieden.

Allerdings fallen damit auch direkt viele Erzeuger (in Spitzenzeiten sind 15, 20 oder 25% der Gesamtstromerzeugung nicht unrealistisch) auf einen Schlag aus. Das ist natürlich ebenfalls ungesund für die Netzstabilität.

Daher müssen jetzt neue Regler eingebaut werden, die nicht von 100 auf Null schalten, sondern nur auf 40%.

Aber nun mal ehrlich: Was ist denn das für eine Low-Tech-Scheixxe? Die Elektro-Branche verspricht uns schon seit mindestens einem Jahrzehnt smarte Stromnetze. Jede olle Waschmaschine (mit 3000 Watt oder so) soll intelligent geregelt werden. Sprich genau dann laufen, wenn der Stromverbrauch niedrig ist. Und kosten soll das pro Gerät cirka nix (also unter 100 Euro pro Gerät).

Warum regeln wir die Einspeisung nicht genau so? Also intelligent? Jede Anlage individuell für sich? Wir reden hier ja schnell über 10-, 20- oder 30-Tausend Watt und da haben wir nur einen On-Off-Switch über die Netzfrequenz?!?

Und überraschend kam das ja wohl auch nicht. Wir packen jetzt seit mindesten 4 Jahren 6, 8 oder MWp auf die Dächer, da hätte man auch mal etwas früher und intelligenter reagieren können …

OMG, Hightech-Land Deutschland …

Sonnenstrom: Solardachbesitzern droht Nachrüstpflicht – Immobilien – Finanzen – Wirtschaftswoche

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Libor€œ-Zinsskandal: Staatsanwälte wollen Banker festnehmen – Wirtschaft – FAZ

Das ist zwar irgendwie korrekt, allerdings scheint es zum Teil auf der Strategie der Banken zu beruhen, die Schuld auf einzelne Händler abschieben zu wollen.

Das ist aber einigermaßen lächerlich, wenn die Manipulationen bereits 2007 bis zu den Notenbanken durchgedrungen waren. Dann zu sagen, man (die Bank) habe von nichts gewusst und nur ein paar Händler seien Schuld, ist ziemlich armselig.

Aber nun ja, es sind schon armseligere Strategien erfolgreich gewesen …

Libor€œ-Zinsskandal: Staatsanwälte wollen Banker festnehmen – Wirtschaft – FAZ

Privatisierungserlöse Griechenlands im ersten Quartal 2012: Null.

Das soll jetzt keinen Griechenbashing werden… Allen, die das vorhaben, empfehle ich mal, nach einem Börseneinbruch um über 90% (Hoch 2008 etwa 2800 Punkte, jetzt gut 200) signifikante Einnahmen durch Privatisierungen zu erzielen.

Die Erlösplanung von ursprünglich 50 Milliarden Euro war vom ersten Tag an total unrealistisch (siehe Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Was ist der Staatsbesitz Griechenlands wert? und Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Die volle Zahlendröhnung aus Griechenland II – Privatisierungserlöse). Das machte allein aufgrund der Größe des Landes keinen Sinn, auf die Größe Deutschlands hochgerechnet hätte das einem Staatsbesitz von 3 oder 4 Billionen in Deutschland entsprochen. Einen solchen Besitz hat Deutschland aber nicht …

Inzwischen wurden die Privatisierungsplanungen auch auf 9 Milliarden reduziert, aber selbst das kommt nur sehr schleppend voran. Im Ersten Quartal gab es nämlich nichts. Null. 

Der Verkauf macht zum aktuellen Zeitpunkt angesichts der völlig am Boden liegenden Preise auch keinen Sinn. Viel sinnvoller wäre es, wenn Griechenland den Staatsbesitz als Sicherheit hinter garantierte Anleihen packt. Das würde zumindest eine teilweise Rückkehr an den Kapitalmarkt erlauben. Klar, die Eigner der alten Anleihen würden diesen De-Fakto-Rangrücktritt nicht gerne sehen, aber hej: Griechenland könnte die Assets auch verschenken und dagegen könnten die Anleihebesitzer auch nichts machen ..

ekathimerini.com | Zero privatization revenues in Q1

Video

WENAG #54: Die Atari-Spielkonsolen-Gitarre: gAtari 2600

Wenn man Nerds zu viele Drogen gibt 😉

Unbedingt 1:30 vorspulen und sich die Live-Performance anschauen.

Mehr dazu findet man hier:

gAtari 2600: Chiptune Hero

Kredite in Spanien werden knapp und teuer

Die Kreditvergabe der spanischen Banken könnte um 5,6% dieses Jahr und weitere 4,5% 2013 sinken.

Zusätzlich steigen die Zinsen, die spanische Unternehmen zahlen. Das Zinsniveau, das Unternehmen zahlen müssen, liegt gut 100 Basispunkte über dem EU-Durchschnitt oder fast 200 Basispunkte über dem Niveau in Deutschland.

Für zukünftiges Wachstum in Spanien sind das natürlich schlechte Voraussetzungen …

Die Kredit-Dürre verschlimmert | Wirtschaft | LAND