Schlagwort-Archive: arbeitsmarkt

Schweiz startet Volksabstimmung über BGE

Die 100.000 benötigten Unterschriften sind wohl schon zusammengekommen. Es kann noch weiter gesammelt werden.

Die Höhe ist einigermaßen beeindruckend: 2.500 Schweizer Franken im Monat.

Ich gebe der Initiative zwar kaum Chancen, dafür dürfte der große Teil der Schweizer zu konservativ sein. Aber immerhin dürfte es in der Schweiz eine interessante Diskussion geben.

Genügend Unterschriften gesammelt: Schweizer können wohl über Grundeinkommen abstimmen – Schweiz Nachrichten – NZZ.ch

Werbeanzeigen

GR: Lohnsumme Q01-13: -10,1% (Vj)

Die Lohnsumme ist die Summe aller Beschäftigten im entsprechenden Zeitraum. 

Das Minus von 10,1% bedeutet als nicht, dass die Löhne um 10 Prozent gesunken sind, sondern geht zum größten Teil darauf zurück, dass die Anzahl der Beschäftigten so stark gesunken ist. In Griechenland waren im ersten Quartal 2013 3,596 Millionen Menschen in Lohn und Brot, gegenüber 3,838 Mio. im Vorjahresquartal. Das ist ein Rückgang von 6,3% und erklärt den größten Teil des Rückgangs der Lohnsumme (siehe LABOUR FORCE SURVEY – 1st Quarter 2013 (PDF)). 

Der Rest der Rückgangs geht dann auf das Sinken der Löhne zurück. (Unter Umständen geht ein Teil des Unterschieds auf abweichende Erfassungsmethoden der beiden Statistiken zurück. Die Statistik zur Lohnsumme, die es zum ersten Mal aus Griechenland gab, erfasst anscheinend den primären Sektor nicht, also Staat, Schule, Gesundheit).

Vergleich zum Vorquartal verbieten sich übrigens, weil es im Schlussquartal (auch in Griechenland) Weihnachtsgeld gibt.

In den Medien wird oft ein Vergleich zum absoluten Höhepunkt des Index gemacht. Dieser lag für das erste Quartal im Jahr 2010. Der Index stand damals bei 104,5 Punkten, der Rückgang der Lohnsumme in Griechenland vom absoluten Hoch aus gesehen läge also bei mehr als 22%.

Allerdings scheint mir der Wert für das erste Quartal 2010 irgendwie ein Ausreisser  zu sein. Denn die 104,5 sind *deutlich* über dem Wert des Vorjahres (2009: 91,3) und passt auch zu den Vorjahreswerten. Es war ja schon Krise und dass die Lohnsumme um fast 15% nach oben springt, ist irgendwie unlogisch.

Und jetzt hätte euer Zahlenwühler auch schon eine mögliche Erklärung: Ostern. Denn in Griechenland gibt (bzw. teilweise gab) es Ostergeld (höchstes kirchliches Fest in der orthodoxen Kirche). Und Ostern könnte in diesem Jahr ins erste Quartal gefallen sein. Allerdings müsste dann auch in anderen Jahren ein Ausreisser sichtbar sein. Ist er aber nicht. Und: 2009 war Ostern am 9. April. 

OK, dann habe ich keine Erklärung für den Ausreisser, vielleicht könnt ihr ja eine liefern …

Wichtig ist nur, dass das Rechnen vom Hoch aus eigentlich nicht zulässig sein kann, weil mit dem ersten Quartal 2010 irgendwas nicht zu stimmen scheint.

Der Rückgang der Lohnsumme ist am Ende aber auch keine so wahnsinnige Überraschung, denn dass mit einer stark sinkenden Beschäftigtenzahl auch die Lohnsumme sinkt, ist logisch …

INDEX OF WAGES IN MAIN SECTORS OF THE ECONOMY: 2006 – 1 ST quarter 2013 (PDF)

Boah. Der Spiegel voll investigativ …

Eine Jugendarbeitslosigkeit von 50% bedeutet nicht, dass 50% der Jugendlichen (<25 Jahre) arbeitslos sind. Denn es gehen natürlich auch welche zur Schule, zur Uni, zum Wehrdienst, whatever. Wusste ich gar nicht 😉

Heute im Spiegel:

Jugendarbeitslosigkeit in Spanien: Quote gibt verzerrtes Bild ab – SPIEGEL ONLINE

Anno tukmich hier:

Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland bei 50%. Wirklich?

Straubhaar zu den Piraten und dem BGE

Das ist als Einführungsartikel ganz brauchbar. Der Artikel erläutert ganz gut, was dahinter steckt (Menschenbild), zur Finanzierung gibt es nur relativ wenig Konkretes:

Ein hohes Grundeinkommen bedingt hohe Steuersätze, ein niedriges Grundeinkommen ermöglicht tiefe Steuersätze. Hohes Grundeinkommen und hohe Steuersätze verringern den Anreiz zu arbeiten, tiefes Grundeinkommen und tiefe Steuersätze verstärken den Anreiz zu arbeiten.

Okayer Artikel, der Straubhaar hat schon Dümmeres geschrieben. Dazu demnächst mehr 😉

Parteitag : Warum Grundeinkommen gut zu den Piraten passt – Nachrichten Wirtschaft – DIE WELT

GR: Arbeitslosenquote 01/13: 27,2% (+5,7 Vj)

Nachdem das Jahresplus im Dezember auf 5,0% zurückgegangen war, keimte so etwas wie vorsichtige Hoffnung auf. 

GR: Arbeitslosenquote 12/12 26,4% ( 5,0 Vj) – egghat’s not so micro blog

Vergeblich, das Jahresplus weitete sich im Januar wieder auf +5,7 Prozentpunkte aus. Die Geschwindigkeit bleibt also weiterhin erschreckend hoch und nimmt auch auf dem aktuell schon sehr hohen Niveau nicht ab.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt nun bei 59,3 (+8,3 gegenüber Vorjahr). Ach, ich habe schon genug dazu geschrieben ….

GR: Arbeitslosenquote 12/12 26,4% (+5,0 Vj)

Jugendarbeitslosigkeit: 57,5% (Vormonat 61,7%, Vorjahr: 53,1%).

Soll man das jetzt als allererstes kleines Hoffnungszeichen werten? Einen Anstieg der Arbeitslosenquote von “nur” 5 Prozentpunkten hatte wir schon lange nicht mehr. Die letzten Monate lagen eher bei 6 teilweise sogar bei 7 Prozentpunkten Plus.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist leicht zurückgegangen. Zwar sind 57,5% weiter desaströs, aber immerhin ist es Rückgang gegenüber dem Vormonat.

Zwar geht ein großer Teil der Verbesserung auf saisonale Effekte zurück und könnte sich daher als Statistikirrtum herausstellen, aber wer weiss, vielleicht haben wir wirklich den Punkt erreicht, ab dem die Fallgeschwindigkeit langsam abnimmt …

http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/A0101/PressReleases/A0101_SJO02_DT_MM_12_2012_01_F_EN.pdf?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

GR: Arbeitslosenquote 11/12: 27,0% (Vj. 20,8%)

Die Jugendarbeitslosigkeit (15-24 Jahre) liegt nun bei 61,7 (Vj. 50,1%). Auch wenn der Disclaimer weiterhin gilt, dass die Arbeitslosenquote in der Altersklasse kein umfassendes Bild liefert, weil viele noch zur Schule oder zur Uni gehen, ist das eine erschreckende Zahl.

Beide Raten wachsen damit stabil weiter, eine Abschwächung des Trends ist noch nicht zu erkennen. Es sind weitere 250.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Kaum weniger als im Jahr zuvor. Das kann nicht optimistisch stimmen …

http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/A0101/PressReleases/A0101_SJO02_DT_MM_11_2012_01_F_EN.pdf