Schlagwort-Archive: spanien

WENAG #95: 47 Stockwerke, kein Aufzug.

OK, kein Aufzug stimmt nicht. Es gibt einen. Der ist aber nur für 20 Etagen (ursprüngliche Planung) ausgelegt und man hat vergessen, das Aufzugssystem aufzustocken. Es ist wohl noch unklar, ob das nach den ursprünglichen Planungen überhaupt in Betrieb genommen werden kann. Und selbst wenn, fehlt es dem System an Kapazität, denn 20 Stockwerke sind nun mal eine ganz andere Nummer als 47. Da muss man schon ein paar Aufzüge mehr einplanen …

Spanier können’s halt auch. Oder hängt da irgendwie der Architekt der Elbphilharmonie mit drin 😉

The Builders of This Spanish Skyscraper Forgot the Elevator

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ESP: BIP Q02-13: -0,1% (Vq), -1,7% (Vj)

8. Quartal in Folge mit einem Rückgang des BIPs.

Allerdings: Der Rückgang um 0,1% war der niedrigste seit 7 Quartalen und deutlich schwächer als die beiden Vorquartale (-0,8% bzw. -0,5%).

Ein Hoffnungsschimmer?

Schwer zu sagen. Die Jahresrate ist aufgrund der beiden sehr schwachen Vorquartale immer noch mit 1,7% im Minus (nach -1,9 und -2,0% in den beiden Vorquartalen). Das ist immer noch kräftig und da solche Abwärtstendenzen die unschöne Eigenschaft haben, sich selber zu verstärken, kann man ein relativ okayes Quartal nicht überbewerten.

Außerdem fehlen für eine genauere Analyse die Detaildaten, die in der Vorabschätzung (wie üblich) noch fehlen. Erstmal abwarten, was die nächste , dann genauere Schätzung so bringt.

INE.es: Flash Estimate of the Quarterly National Accounts – Base 2008 Second quarter of 2013 (PDF)

Update (31.07.13):

Die FAZ zur wirtschaftlichen Lage in Spanien:

Schuldenkrise: Hoffnung für Spanien – Spanien – FAZ

zusätzlich noch den Artikel, den m106 in den Kommentaren empfohlen hat, lesen

Link

BBC News – Jon Bon Jovi waives concert fee in crisis-hit Spain

(Ist das jetzt kostenlos oder halber Preis?)

Update (31.05.13):

Auf Twitter gab mir jemand (ich finde es leider nicht wieder, sorry) die Erklärung:

Bon Jovi verzichtet auf seinen Teil der Einnahmen, der Veranstalter bekommt das Geld wie geplant. Damit halbiert sich der Verkaufspreis für die Tickets in etwa.

BBC News – Jon Bon Jovi waives concert fee in crisis-hit Spain

Link

Wirtschaftskrise: Spanische Banken stehen vor neuen Milliarden-Löchern – Spanien – FAZ

Es heisst nicht umsonst Abwärtsspirale. Erst geht’s am Immobilienmarkt bergab, dann mit den Immobilienkrediten, dann mit den Verbrauchern, dann mit den Verbraucherkrediten, dann mit den Unternehmen, dann mit den Unternehmenskrediten. 

Und jede neue Stufe sorgt dafür, dass die anderen Stufen zuvor noch etwas weiter nach unten führen als bislang.

Mit den Immobilienkrediten scheinen die spanischen Banken jetzt im wesentlichen durch zu sein (wenn da nicht doch noch eine erneute Abwärtswelle kommt), nun folgen die Unternehmenskredite. Nun ja, kein Wunder. Wenn niemand mehr baut und niemand mehr konsumiert, geht es Unternehmen auch nicht wirklich gut …

10 Mrd. Euro könnte die Banken diese neue Krisenfront kosten. Warten wir mal ab. Die spanische Zentralbank ist auch vergleichsweise ruhig und glaubt, dass die Banken das aus eigener Kraft schaffen können.

Wirtschaftskrise: Spanische Banken stehen vor neuen Milliarden-Löchern – Spanien – FAZ

WENAG #83: Das Uuuuuu-Boot

Das ist eins, dass zwar als Uuuuuu taugt, aber nicht als Boot. Kurz: Es geht ziemlich gut unter, kommt aber nie mehr hoch.

Passiert jetzt in Spanien. Das U-Boot ist satte 100 Tonnen zu schwer und säuft daher direkt ab. Man kann es u.U. noch retten, indem man umbaut, u.a. ist eine Verlängerung denkbar (Mittelteil dann wahrscheinlich in Holz, damit es Auftrieb generiert 😉 ). Wie viel der bisher investierten 530 Millionen Euro noch zu retten sind, ist unklar. (Gesamtvolumen des Auftrags waren 2,2 Milliarden).

Vielleicht kann man das spanische U-Boot ja irgendwie mit unserer deutschen Drohne kreuzen?

Spain just spent $680 million on a submarine that can’t swim – Quartz

Via RalfDrescher auf Twitter.

Bild

Immobilienpreise in Europa seit 2000 bis heute.

Ziemlich interessant. Kurz mal festgehalten, kann ich bestimmt noch mal gebrauchen.

Krasser Anstieg und Verfall in Irland. Boom und Bust. Zurück auf Los.

Überraschend, wie hoch die Immobilienpreise in Spanien noch sind (worin durchaus Restrisiko stecken könnte).

Interessant auch Frankreich, wo sich die Immobilienpreise auf einem Niveau stabilisiert haben, das mehr als doppelt so hoch liegt wie 2000.

Und Deutschland ist in solchen Vergleichen natürlich auch immer der Hammer. Im Landesdurchschnitt hat sich hier kaum etwas getan. Nicht einmal 20% sind die Immobilienpreise gestiegen, was unterhalb der Inflationsrate liegt. Allerdings sehen Metropolen (v.a. im Süden) komplett anders aus. Etwas übertrieben dürften die Preise da in den letzten 13 Monaten so stark gestiegen sein wie im Landesdurchschnitt in den letzten 13 Jahren …

gefunden über http://twitter.com/aussietorres/status/330238171080192000

Link

Focus: „Schuldenkrise in Europa kostete bereits 184 Milliarden Euro“ Nö!

Nö, lieber Focus, bis jetzt kostete das noch gar nichts, weil das nur Kredite sind. (OK, so gut wie gar nichts, weil es nur in Griechenland einen Haircut für die Staatsanleihen gab, der für ein paar Milliarden Minus in den Staatskassen sorgte).

Ich schließe nicht aus, dass von den Krediten noch mehr abgeschrieben werden (ich gehe sogar davon aus), aber es wird selbst dann nicht auf 100% Haircut hinauslaufen.

Übrigens landen in Deutschland “nur” knapp 30% der Gesamtsumme, die in der Überschrift genannt werden, weil ja auch andere mithaften und zahlen. Es geht also aus unserer deutschen Sicht um etwa 50 Mrd., nicht um nahezu 200 Milliarden. Aber das wäre wohl eine wesentliche ungeilere Überschrift gewesen …

Focus: „Schuldenkrise in Europa kostete bereits 184 Milliarden Euro“ Nö!