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Zypern: Privatanleger bekommen Haircut. Bankrun in Spanien/Italien/Portugal?

6,75% für Bankeinlagen bis 100.000 Euro, 9,9% ab 100.000 Euro. Dieser Teil des Geldes ist dann mal weg …

Löste natürlich einen kleinen Bankrun (Die Welt spricht von “einigen Dutzend”) aus, sprich Kunden haben die Banken, die am Samstag geöffnet hatten, gestürmt und wollten ihr Geld abheben. Klappt natürlich nicht, die Onlinesysteme wurden in der Nacht bei fast allen Banken abgeschaltet. Die Sparer waren wenig begeistert …

Spannender als dieser kleine Haircut in Zypern ist natürlich die Signalwirkung, die von diesem Schritt ausgehen könnte. Was machen die Sparer in Spanien, Italien oder Portugal, die jetzt auch Angst um ihre Ersparnisse bei der Bank bekommen könnten? Die europäischen Politiker betonen natürlich die Einmaligkeit des Schrittes, aber wer glaubt schon Politikern?

In den letzten Monaten haben sich die Einlagen bei den Banken ja stabilisiert, vielleicht ist dieser positive Trend jetzt zu Ende …

Privatanleger : Zyprer versuchen vergeblich, ihr Geld zu retten – Nachrichten Wirtschaft – DIE WELT

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S&P warnt vor Herabstufung von Spanien, Frankreich, Italien und Portugal

Bereits 2013 könnten die Ratings weiter sinken, wenn das Wirtschaftswachstum so schwach bleibt. Die Schuldenstandsquote könnte weiter steigen, weil die Steuereinnahmen sinken und die Schulden in Prozent des BIPs allein schon deshalb steigen, weil das BIP sinkt.

Artikel bisher nur auf Spanisch …

Die Aussicht von allen ist negativ: S & P warnt Spanien, Frankreich, Italien und Portugal, die rebajarles im Jahr 2013 konnte beachten Sie, Investment – Taschen – Markets. Expansión.com

Bild

wirtschaftswunder:

Sachverständigenrat: Indikatoren für die Wettbewerbsfähigkeit ausgewählter Länder des Euro-Raums (SVR 2012/13, S.76) http://tinyurl.com/bvhfbny

Starke Besserung sichtbar, die immer noch große Lücke allerdings auch.

Apple ist mehr wert als Irland+Griechenland+Portugal+Spanien

OK, die Marktkapitalisierung ist nicht gleich zu setzen mit dem Wert einer Firma.

Und OK, die Marktkapitalisierung aller Aktien einer Börse eines Landes entspricht nicht dem Wert eines Landes.

Trotzdem ist es einigermaßen erschreckend, wie wenig die Börsianer allen irischen, spanischen, griechischen und portugiesischen börsennotierten Firmen zusammen zutrauen. Oder auf der anderen Seite, wie viel die Börsianer Apple zutrauen.

Mal schauen, wie lange das so bleibt …

http://www.cnbc.com/id/48889894

Bankrun in Spanien geht weiter: Private Einlagen -5% im Juli

Im Juli sind die Einlagen des privaten Sektors bei den spanischen Banken um satte 5% gefallen. Nach 1,583 Billionen Euro waren es am Ende des Monats nur noch 1,509 Billionen. Es flossen also satte 74 Milliarden Euro innerhalb eines Monats ab.

Das ist der vierte Monat mit Abflüssen in Folge. Und die meisten anderen davor waren auch negativ. Die 5% sind zwar dramatisch, man sollte sie allerdings auch nicht überbewerten, weil es in dieser Geschwindigkeit kaum weiter gehen wird.

Ob das Geld überwiegend von Inländern oder von Ausländern abgezogen wurde, ist unklar. Klar ist allerdings, wie diese Lücke gedeckt werden wird: Über Target-2 Forderungen an die EZB.

Spaniards pull more money out of banks in July | Reuters

Immerhin positiv: In Griechenland setzte sich der Abfluss nicht fort. Im Gegenteil, die Einlage wuchsen sogar leicht um 2%. In Irland legten die Einlagen ebenfalls leicht zu (+1%), in Portugal blieben sie stabil.

Fitch erwartet größeren Immobilienpreiseinbruch in Portugal

Spitze bis Tief jetzt -28% Rückgang, 15% davon kommen noch.

Gründe:

Steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Einkommen, was die Bezahlbarkeit von Immobilien weiter senkt. Die Ratingagentur rechnet mit einem Verhältnis von Pro-Kopf-BIP (als Indikator für die Wirtschaftskraft) und Immobilienpreis. 1995 lag dieses Verhältnis unter 4 (Immobilien waren preiswert), 2006 bei 7 (Immobilien waren teuer). Nun wird ein Rückgang auf 5 erwartet. Und bis dahin ist wohl noch Luft …

Das Angebot sei in den letzten 2 Jahrzehnten ebenfalls deutlich gewachsen und es gäbe ein gewisses Überangebot, allerdings nicht so extrem wie in Irland oder Spanien.

Außerdem sei die Kreditvergabe seitens der Banken zurückhaltend, kein Wunder, diese haben auch kein Eigenkapital mehr, um die Kreditvergabe auszudehnen.

Ob die sinkenden Immobilienpreise jetzt auch portugiesische Banken in die Bredouille bringen wird, bleibt abzuwarten. Knapp 30% Immobilienpreisrückgang sind so viel, dass das eigentlich immer Spuren in den Bankbilanzen hinterlässt …

FitchResearch: Portugal Criteria Update Forecasts 15% House Price Drop Endorsement Policy

Apple ist mehr wert als Griechenland+Spanien+Portugal

Gestern lag der Wert Apples kurzzeitig über 600 Milliarden Dollar. Das wollte ich eigentlich kurz erwähnen, aber die Zahl, die Bloomberg ausgegraben hat (und Zerohedge dann weiter verbreitet) ist eigentlich noch etwas cooler …

Denn danach ist die Marktkapitalisierung Apples höher als der Wert aller börsennotierten Firmen aus Spanien, Portugal und Griechenland zusammen!

Zwischen beiden Werten lag vor 5 Jahren noch eine Lücke von schlappen 1,4 Billionen Dollar. Anders gesagt, waren die Börsenkapitalisierungen von Madrid, Lissabon und Athen etwa zwölfmal so hoch wie der Wert von Apple. Dann aber sind die Marktkapitalisierungen in Madrid, Lissabon und Athen um zusammen etwa 1 Billionen Dollar gesunken, während der Wert von Apple um gut 400 Milliarden Dollar gewachsen ist.

Der Großteil der Anpassung ging also weniger auf die Stärke Apples zurück, sondern auf die Schwäche der Südländer. Das bleibt aber trotzdem krass …