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Digitalkameras im 1. Hj: 43% weniger verkauft

Betrachtet man die mit festem Objektiv einzeln, hat sich der Absatz sogar nahezu halbiert (-48%). Der Umsatz sank etwas weniger stark (-43%).

Im Gesamtmarkt sank der Umsatz mit 31% etwas schwächer, was vor allen an den Top-Modellen lag. Digitale Kameras mit Wechselobjektiv verloren bei Stückzahl und Umsatz “nur” 16-19%, sowohl die Spiegelreflex- wie die Spiegellosen. Die Topmodelle haben inzwischen den größten Umsatzanteil, obwohl es nach Stückzahlen nur etwa ein Viertel aller verkauften Kameras sind.

Die Zahlen stammen ausschließlich aus Japan (es fehlt also Samsung), aber da dürfte es kaum anders ausgesehen haben.

Camera shipments continue to fall: Digital Photography Review

Alle Details:
http://www.cipa.jp/english/data/pdf/d-201306_e.pdf

Schon beeindruckend, wie sich hier ein ganzer Markt zerlegt. Die Kompaktkameras werden halt von den Smartphones verdrängt. Zwar ist eine 100 Euro Point&Shoot immer noch besser als ein übliches Smartphone. Aber das ändert sich demnächst mit dem Nokia Lumia 1020 und dem darin verbauten 41 Megapixel Sensor.

Nokia’s 41MP Lumia 1020 looks impressive: Connect

Ich hatte auf den Sensor schon mal hingewiesen (siehe Nokia 808 Pureview Test – egghat’s not so micro blog), leider war das erste Smartphone, in dem der Sensor verbaut wurde, mit dem ollen Symbian Betriebssystem von Nokia versehen und das wollte nun wirklich niemand haben. Nun ist aber Windows Phone 8 drauf und jetzt wird’s spannend.

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Zulauf sieht 1 Billionen Euro Risiko bei europäischen Banken

Wiwo: “Liegen die größeren Risiken also nicht im Schattenbankensystem, sondern bei den Banken?”

Felix Zulauf: “So sehe ich das. Das Risikomanagement der Hedgefonds ist wesentlich besser als das der Banken. Allein im europäischen Bankensystem schätze ich den Abschreibungsbedarf auf über eine Billion Euro. Die haben ihre Hausaufgaben immer noch nicht gemacht. All die Rettungsschirme, die da sind, sind dafür viel zu klein. Da kommt möglicherweise bald eine neue Krise auf uns zu.”

Interessantes Interview.

Zulauf sieht natürlich auch wieder irgendwo einen Crash, dieses Mal im Yen, bei dem er sich eine Halbierung des Kurses vorstellen könnte. Interessant auch, was das für Asien und insbesondere Singapur bedeuten könnte (Hint: Nix Gutes …)

Es kommt noch die Immobilenkreditblase in China, die Rezession in Europa (und die deutsche Automobilindustrie) und vieles andere …

Ein Zitat noch:

Wiwo: Hat das zentralistische Frankreich inzwischen verstanden, worum es geht?

Felix Zulauf: Nein, aber etwas anderes habe ich auch nicht erwartet. François Hollande war Anfang der Achtzigerjahre Wirtschaftsberater des damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand. Er war damals der Kopf hinter der Idee, die Banken zu verstaatlichen. Mitterrand musste das nach einem Jahr dann wieder rückgängig machen. Hollande hat nichts gelernt und ich staune immer wieder, wie solche Verlierer an die Spitze von ganzen Völkern gewählt werden können.

Und dann kommt natürlich auch noch Gold an die Reihe …

Felix und Roman Zulauf: “Erholungsfantasien sind eine Fata Morgana” – Geldanlage – Finanzen – Wirtschaftswoche

Video

WENAG #86: J-Pop, bei dem Rocklänge vom Nikkei abhängt

WTF? 

Aber die meinen ihr Mashup aus Japan-Pop und Ökonomie und Abenomics wirklich ernst. Der Song heißt schon Abeno-Mix und darin geht es wirklich um die Abenomics, also um die Politik Japans, mittels eines massiven Gelddruck-Programms Japan nach 2 Jahrzehnten endlich aus der Deflation zu heben (siehe Japan druckt Geld. Vieeeel Geld. – egghat’s not so micro blog (Januar 13) oder Bank of Japan lässt die Notenpresse glühen – egghat’s not so micro blog (April 13).

Als besonderen “Gag” lässt die Band die Röcke kürzer werden, wenn der Nikkei-Index steigen sollte. (Es gibt ja die alte Behauptung, dass in wirtschaftlich guten Zeiten die Röcke kürzer sind als in wirtschaftlich schwierigen). Wenn ich mir allerdings anschaue, wie lang die Röcke aktuell nach 2 Jahrzehnten Deflation sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass das sonderlich lange skaliert … Beim ehemaligen Höchststand des Nikkei von 40.000 Punkten dürften die Mädels kaum mehr als einen Gürtel tragen …

Meet the Japanese girlband whose skirts get shorter when the Nikkei rises | World news | guardian.co.uk

(insert irgendeinen Rant über sexstische Kacke hier; muss aber jemand anderes schreiben, nicht mein Thema)

Zitat

Radiation exposure following the nuclear accident at Fukushima-Daiichi did not cause any immediate health effects. It is unlikely to be able to attribute any health effects in the future among the general public and the vast majority of workers

No Immediate Health Risks from Fukushima Nuclear Accident Says UN Expert Science Panel – UNEP

Harte Aussage. Null direkte Todesfolgen in Anschluss an die Fukushima-Katastrophe. Die zeitlich verzögerte Folgen werden für die “general public” und die “vast majority of workers” ausgeschlossen.

Jetzt wäre natürlich noch zu definieren, wie viele Arbeiter NICHT in die “vast majority of workers” fallen. 100? 1000?

Update (12.06.13):

Klar, auf der “Ökoseite” gibt es natürlich 19.000 Tote durch Fukushima. Wer dagegen argumentiert, wird gelöscht. Und das im Umfeld der WiWo mit ihrem – formulieren wir es mal positiv – streitbaren Chef Tichy, der oft genug gegen solche Denkblockaden gewettert hat.

Facebook-Post

Naja, Hauptsache die können hübsche Gesichter … Ist halt ein Award, eine Gala, Marketing. Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun. Im Gegenteil, die stört eh nur.

Update 2 (12.06.13):

OK, Diskussion ist jetzt umgezogen, weil man das auf Facebook nicht alles kommentieren könne (wie so kann man das auf dem eigenen Angebot?). Naja, hier geht’s weiter:

Greentec Awards: In eigener Sache – WiWo Green

Bild

Wie groß muss ein Kreis auf einer Weltkarte sein, um 50% der Weltbevölkerung einzukreisen?

Und wo muss er liegen?

Hmmm, interessant. Nach kurzem Nachdenken natürlich die einzige sinnvolle Möglichkeit. China und Indien und Japan müssen irgendwie drin sein. Aber wie so oft bei guten Datenvisualisierungen wirkt die Visualisierung am Ende offensichtlicher als sie es eigentlich ist.

gefunden über G+

Bank of Japan lässt die Notenpresse glühen

Dagegen sind die Operationen, die die EZB in Europa gemacht hat, ein Witz, und selbst die der Fed in den USA wirken auf einmal klein, okay vergleichbar

Die Bank of Japan hat gestern angekündigt, die “monetäre Basis” bis Ende 2014 zu verdoppeln. Es geht um die am engsten gefasste Geldmenge M0, die vereinfacht gesagt der Teil der Geldmenge ist, den eine Notenbank direkt beeinflussen kann. Ohne dass irgendeine Geschäftsbank irgendeinen Kredit vergeben muss (was die Geldmenge dann weiter vergrößert).

Da Japan in einer Deflation steckt, die die Schulden immer weiter steigen lässt, setzt die BoJ jetzt alles auf eine Karte. Sie kauft weiter japanische Staatsanleihen auf (jetzt über nahezu alle Laufzeiten) und pumpt somit jede Menge Bargeld in den Finanzsektor und hoffentlich auch in die normale Wirtschaft.

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Als Nebenwirkung (oder Hauptwirkung?) werden die Zinsen auf Staatsanleihen erst einmal weiter fallen (wenn die Inflationsängste nicht überhand nehmen) und der Yen wird weiter fallen. Damit soll auch der japanische Export angefeuert werden.

Die Inflation soll steigen, die Haushalte weniger sparen und mehr konsumieren. Damit endlich die mehr als zwei Jahrzehnte währende Deflation beendet wird.

So der Plan.

Die USA haben ihre Geldmenge M0 Ende 2009 durch Aufkäufe von allen möglichen Anleihen auch massiv erhöht. In einem Quartal gab es Ende 2009 eine Verdopplung, auch seitdem ging es kräftig weiter nach oben (aktuell insgesamt etwa Faktor 3,5).

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Zu Inflation hat das (bisher?) nicht geführt, allerdings ist die Inflation auch nicht gesunken und die USA in eine Deflation gefallen (was viele befürchteten, nachdem die Immobilien-Kreditblase geplatzt ist).

Mal schauen, wie sich das in Japan entwickelt. Es ist auf jeden Fall ein großes Experiment – nach den USA das zweite …

Update (05.04.2013):

Die Märkte zeigten die erwarteten Reaktionen. Aktien rauf, Yen und Zinsen runter. Wobei der erste Ausschlag zum Auftakt des Handels deutlich größer war als das was am Ende übrig blieb.

Börse Tokio: Kursfeuerwerk in Japan – Börse Märkte – Finanzen – Handelsblatt

Ein Hinweis vielleicht noch zum Einfluss auf Deutschland: Es wird hierzulande immer viel auf den Dollarkurs geschaut, was nicht verwunderlich ist, denn das ist nunmal die Leitwährung.

Allerdings ist für große Teile der deutschen Industrie (Auto/Maschinenbau) der Wechselkurs zum Yen ebenfalls sehr wichtig (wenn nicht gar wichtiger), weil viele direkte Konkurrenten in Japan sitzen. Bei vielen Spezialnischenanbietern gibt es oft nur zwei oder drei Anbieter neben dem deutschen und in solchen Konstellationen kann man fast sicher darauf wetten, dass einer davon aus Japan kommt.

Der olle Soros. Mal wieder ne Milliarde verdient

Diesmal: fallender Yen.

So’n kleiner Währungskrieg ist für die Hedgefonds immer ein gefundenes Fressen. Einbrechender Kurs mit Ankündigung? Was gibt es Schöneres für Spekulanten?

Die Milliarde ist übrigens nicht bestätigt, aber wenn das WSJ das berichtet, stimmt es. Nachrichten aus der Finanzbranche können die ja gut (im Gegensatz zu Nachrichten aus der Apple-Gerüchteküche … hehe … konnte ich mir nicht verkneifen)

Hedgefonds-Legende Soros wettet gegen den Yen – Wallstreetjournal.de