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WENAG #97: Defikopter

Defibrillator per Quadcopter.

Keine dumme Idee. Kommt schnell irgendwo hin (bis zu 70 km/h). Wenn man allein ist und der Herzkaspar kommt, hilft das natürlich nichts …

Aber immerhin sinnvoller als Pizza per Drohne …
WENAG #57: Die Döner Drohne Endlich das Aus für… – egghat’s not so micro blog

Defikopter: Drohnen können Leben retten

Wer wird nächster #Microsoft Chef?

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Favorit bei Ladbrokes ist der von Microsoft zu Nokia gewechselte Manager Stephen Elop, bei dem ich allerdings nicht wüsste, was er Tolles gemacht hat. Außer ein fast fertiges eigenes Betriebssystem wegzuwerfen und ein neues Betriebssystem beim alten Arbeitgeber einzukaufen. Und damit die Unabhängigkeit endgültig aufgegeben und gleichzeitig Nokias Marktanteil bei Smartphones von 30 auf unter 5% eingedampft hat.

Auf Platz 2 Kevin Turner, der von der Vetriebsseite kommt. Da sehe ich allerdings nicht, woher die Zukunftsvisionen kommen sollen.

Auf Platz 3 Steven Sinofsky, der erst vor wenigen Monaten von Microsoft weggegangen ist. Er galt lange als potenzieller Nachfolger und könnte auch aufgehört haben, weil Ballmer einfach nicht aufhören wollte. Wäre eine gute Wahl, habe seinen Abgang für einen Verlust für Microsoft gehalten.

Auf Platz 4 die erste Frau. Julie Larson-Green hat den Posten an der Spitze der Devices Abteilung von Sinofsky übernommen. Sie war für die neue Benutzeroberfläche in Office XP (und Win7,8 und 8.1) verantwortlich. Eigentlich sollte man für Windows8 gefeuert werden, laut Handelsblatt soll Larson Green sogar Favoritin auf den Job sein; Hauptgrund dürften aber 20 Jahre Firmenzugehörigkeit sein ..

Auf Platz 5 Qi Lu, der früher mal bei Yahoo! war, dann für Microsoft’s Online Abteilung (Verlustbringer sondergleichens!) und nun auch für Office365, Skype, etc. verantwortlich ist. Wäre eine Zukunftsmove, traue Microsoft so viel Mut aber eigentlich nicht zu …

Auf 6 liegt Kirill Tatarinov, der nur Vize in seinem Bereich (Dynamics; Microsofts CRM) ist. Halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Wenn doch, wäre es eine klare Aussage Microsofts, dass man den Weg von IBM gehen wird: Konzentration auf den Businessbereich, also Server, Office, … Im Prinzip das, was IBM vor 2 Jahrzehnten gemacht hat.

Dahinter wirds denn teilweise ziemlich lustig. Scott Forstall, der vor kurzem bei Apple geflogen ist, bekommt eine 1:34 Quote, genau wie Marissa Meyer (früher Google, heute Yahoo). Cheryl Sandberg (operativ verantwortlich bei Facebook) liegt wie der Chef-Designer von Apple Sir Jonathan Ive bei 1:41, Bill Gates bei 1:51 und Tim Cook bei 1:101.

Gates dürfte kaum zurückkommen, auch wenn er in einer kritischen Phase wie der aktuellen durchaus gebraucht würde (außerdem ist die Quote verlockend). Ive und Cook halte ich für komplett ausgeschlossen, weil beides so dicke Optionspakete bei Apple halten, die beim Wechsel verfallen würden, dass die quasi unbezahlbar wären (OK, bezahlbar schon, aber dem Aktionär nicht vermittelbar).

Warten wir mal ab. Ballmer hat sich ja selber 12 Monate Zeit gegeben. Da werden noch einige Kandidaten neu in den Pool kommen und einige ausscheiden. Eine Weichenstellung für Microsoft wird es aber allemal …

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Schirrmacher zu #Prism & Big Data: Eine Beendigung der Debatte wäre verantwortungslos

Ein paar Zitate:

Das neue Zeitalter von Big Data erschafft die größte Überwachungsmaschine, die es jemals gab

Es ist eine Zivilisation, in der Realitäten entstehen, für deren Voraussage man vor zehn Jahren zum Therapeuten geschickt worden wäre.

Lesenswert!

Im Zeitalter von Big Data: Wir wollen nicht – Überwachung – FAZ

Microsoft macht mit den Tablets mehr Verlust als Umsatz

Kleiner Nachtrag zu Microsoft mit Gewinnrückgang – Oder auch nicht – egghat’s not so micro blog:

Im langen Dokument an die Börsenaufsicht SEC hat Microsoft zum ersten Mal die Surface Tablets einzeln ausgewiesen. Umsatz damit in den letzten 12 Monaten: 853 Millionen Dollar. Das bedeutet in etwa 1,7 Millionen verkaufte Tablets (wenn man 500$ pro Tablet annimmt, was der Preis für das kleinste Modell war).

(via Wie wenig Microsoft mit dem Surface tatsächlich verdient – wsj.de)

Der Umsatz ist aber geringer als allein die Abschreibung auf den Warenbestand von 900 Millionen Dollar zum Quartalsende. Da die Tablets auch noch Geld gekostet haben (Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Werbung) dürfte der Gesamtverlust tendenziell doppelt so hoch sein wie der Umsatz. Microsoft meldet hier keine detaillierten Zahlen sondern nur für die gesamte Windows Division: 1,8 Mrd. $ höhere “Produktionskosten” und 1 Mrd.$ höhere Werbeausgaben als im Vorjahr. Die Werbung kann man (wenn man nett zu den Tablet-Avancen ist) noch größtenteils auf Windows 8 verbuchen. Die Produktionskosten hingegen dürften ziemlich eindeutig auf die Tablets gehen (Windows kostet ja nichts, weil nur ein kleiner Teil überhaupt als Karton verkauft wird. Der große Teil ist vorinstalliert und kostet Microsoft nahezu nichts). Damit hätten wir dann grob 900 Millionen Abschreibung und 1,8 Mrd. Produktionskosten bei 853 Millionen Dollar Umsatz. Also ein Verlust, der locker das Doppelte des Umsatzes ausmacht. Okay, das nächste Jahr wird deutlich besser aussehen, weil die Abschreibungen wegfallen und Microsoft wohl nicht erneut so viel auf Lager produzieren wie im abgelaufenen Jahr.

Trotzdem sind  das schon üble Zahlen. Sie fügen sich nahtlos in die Kette von ähnlichen Versuchen ein, mit den Microsoft versucht hat, mit unglaublich hohem Aufwand neue (verpennte) Marktsegmente zu erobern. Die Xbox war jahrelang ein Zuschussgeschäft (und dürfte über die gesamte Lebensdauer immer noch nicht sonderlich profitabel sein), das Online-Geschäft ist weiterhin in den Miesen, etc. pp.

SEC: Form 10-K Microsoft Year 2012/2013.

(witzig übrigens, dass man die SEC-Dokumente von Microsoft auf der Microsoft Site in docx und xls-Format bekommt, bei der SEC hingegen als html. Es lebe das eigene proprietäre Format 😉

Microsoft mit Gewinnrückgang – Oder auch nicht

Im Vorjahr waren es 2,78$ je Aktie – abzüglich 6 Cent für das Windows Upgrade Programm und 73 Cent für einmalige Abschreibungen; macht am Ende genau 2$ je Aktie.

Dieses Jahr waren es 2,62$ je Aktie (also 16 Cent weniger) abzüglich 9 Cent für die EU-Strafen (woran man übrigens eindrucksvoll sieht, wie wenig Microsoft diese Strafen jucken) zuzüglich 5 Cent aus dem Windows Upgrade Programm. Macht am Ende 2,58$ je Aktie (also 58 Cent mehr).

Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn ist also um 16 Cent gefallen, der bereinigte Gewinn um 58 Cent gestiegen (was aber v.a. auf die deutlich höheren Abschreibungen im Vorjahr zurückgeht).

Auf Quartalsebene wird der Unterschied noch deutlicher:

Im Vorjahr gab es beim bereinigten Ergebnis sogar ein Minus von 6 Cent je Aktie, weil von den 73 Cent je Aktie “Rohgewinn” 73 Cent Sonderabschreibung und 6 Cent für das Windows Upgrade Programm abgezogen wurden. Dieses Jahr gab es im Schlussquartal 52 Cent, auf die 7 Cent Sondergewinn aus dem Office Upgrade Programm aufgerechnet wurden. Macht also 59 Cent “offiziellen” Gewinn je Aktie für das 4. Quartal. Also minus 6 Cent je Aktie im Q04-12 gegenüber +59 Cent dieses Jahr. Bzw. 73 Cent “Rohgewinn” vs. 52 Cent dieses Jahr. Der “laufende” Gewinn im vierten Quartal sank also kräftiger als im Gesamtjahr.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Microsoft auf die Surface RT Tablets satte 900 Millionen Dollar oder 7 Cent je Aktie abschreiben musste. Die Dinger liegen halt wie Blei in den Regalen und werden seit ein paar Tagen mit 150$ Rabatt auf den Markt geworfen. Selbst wenn man diese 7 Cent als einmalige Kosten berücksichtigen würde, wäre der Gewinnrückgang von 73 auf 59 Cent noch spürbar.

In den einzelnen Geschäftsbereichen bleibt die Analyse der Ergebnisse ziemlich schwierig.  Weil man nie genau weiss, in welchem Bereich sich welche Abschreibung wie niederschlägt.  Die Abschreibung auf die Windows RT Tablets scheint sich z.B. in der Windows Division und nicht in der “Entertainment + Devices”-Division ausgewirkt zu haben. Anders lässt sich der Einbruch beim Ergebnis von 2,4 auf 1,1 Mrd. Dollar nicht erklären (immer stieg der Umsatz um 7%). Der Gewinnrückgang ist aber auch noch größer als die 900 Millionen Abschreibung. Musste Microsoft vielleicht noch andere Preiszugeständnisse machen?

Die Online Services Division ist weiterhin mit 372 Mio. in den Miesen, die Vorjahreszahlen enthalten aber eine Monsterabschreibung und taugen nicht als Vergleich. Immerhin betont Microsoft einen um 2,3 Prozentpuntke gestiegenen Marktanteil der eigenen Suche in den USA, verschweigt aber den (wahrscheinlich nicht existenten) Marktanteil im Rest der Welt.

Aus den restlichen Zahlen kann ich zu später Stunde nicht mehr viel Spannendes ziehen.

Müsst ihr also selber lesen 😉 —-> Microsoft Investor Relations – Press Releases

Nokia Q02-13: Umsatz -24%, wieder mit Verlust

Aber 7,2 Millionen Lumia-Geräte, so viel wie noch nie in einem Quartal. Zum Vergleich: Apple wird im gleichen Zeitraum mit knapp 30 Millionen iPhones erwartet – bei grandios positiver Marge.

Nach 150 Millionen Verlust im ersten Quartal 2013 nun 115 Millionen im zweiten. Im Vergleich zum Vorjahrsquartal, das mit über 800 Millionen Euro in den Miesen war, wirkt das schon geradezu toll.

Der Umsatz sank weiter auf knapp 5,7 Mrd Euro, was 24% weniger als im Vorjahr war. Dabei hat die Gerätesparte (also die Handies) stärker eingebüßt (-32%) als der Rest (Location/Navteq -18%, Nokia Siemens Networks -17%). Die Mobiltelefonsparte macht inzwischen weniger als die Hälfte des Nokia Gesamtumsatzes aus.

Viel Hoffnung liegt auf den Windows Phones Handies unter der Marke Lumia. Diese konnten spürbare Absatzsteigerungen erreichen (7,2 Millionen Geräte). Im Vorquartal waren es 5,6 Millionen, im Quartal davor 4,5 Millionen. Das ist zwar ein schönes Wachstum, allerdings spült das Lumia-Geschäft selbst nach diesen Steigerungen gerade einmal 1,13 Milliarden Euro in die Kassen. Und ob dabei Gewinn übrig bleibt, ist unklar, denn die Marge gibt es nur für den Gesamtbereich und die ist leicht negativ. OK, wahrscheinlich ist eine positive Marge bei den Lumia-Geräten schon und eine negative bei den anderen. Man darf sich allerdings fragen, nwieweit das vor allem auf Hilfen von Microsoft zurückgeht …

Nokias Hoffnung liegt auf dem neuen Windows Phone Gerät mit der beeindruckenden 41-MP-Kamera (siehe dazu auch Nokia 808 Pureview Test – egghat’s not so micro blog)

Generell sieht Nokia vor Einmalkosten gar nicht mehr sooo schlecht aus. Das Geschäftsergebnis ist von Abschreibungen und Restrukturierungskosten in Höhe von 418 Millionen Euro geprägt. Gerade im Bereich “Location” gab es wieder ein mal Abschreibungen, die über ein Drittel des Umsatzes erreichen. Hier rächt sich immer noch der viel zu teure Einkauf von Navteq.

Dass es Nokia trotz des kleinen Gewinns vor Einmalkosten nicht wirklich gut geht, sieht man schön an der Shareholder Equity (in etwa: Vermögensgegenstände, die den Aktionären zuzurechnen sind). Diese ist von 2,14€ je Aktie auf 2,01€ weiter gesunken. 2011 waren das noch deutlich über 3 Euro (siehe Die Nokia-Bilanzausblutung in einer Zahl: – egghat’s not so micro blog).

Wenn ihr übrigens irgendwo lesen solltet, dass Nokia jetzt wieder mehr Cash hat und es Nokia gut geht: Stimmt nur teilweise. Denn die 1,5 Mrd. mehr Cash im Vergleich zum Vorjahr basieren auf einer Anleiheemission. Daher hat sich der Punkt “langfristige Verbindlichkeiten” dummerweise auch um 1,5 Mrd. erhöht. Der gestiegene Cashbestand spiegelt also nicht einen höheren Wert wieder. Immerhin droht Nokia aufgrund der Barreserven keine unmittelbare Pleite mehr.

http://www.results.nokia.com/results/Nokia_results2013Q2e.pdf

Update (14:53)

Wie “The Verge” anmerkt, hat Nokia mit den 7,2 Millionen Lumias mehr Geräte verkauft als Blackberry insgesamt. 

Audio
http://www.tumblr.com/audio_file/egghat/55351933616/tumblr_mpvxgcuBAA1qa5w4e?plead=please-dont-download-this-or-our-lawyers-wont-let-us-host-audio

Hörtipp: Frank Schirrmacher und Ranga Yogeshwar im Gespräch bei der Philcologne.

Ich fand’s ganz interessant und unterhaltsam. Also zu kurz 😉

Es geht um den Menschen in der zunehmend automatisierten Welt, gerade nach den Enthüllungen um Prism ein noch spannenderes Thema.

Das Spiel des Lebens, 20:05: WDR 5

gefunden über @eflation.