Zyperns Geldwäsche Tradition und wieso Zypern so viele Griechenbonds hatte

Interessante kleine Anekdote aus den 90ern aus dem Serbien zu Milosevics Zeiten: Es gab fast jeden Tag sehr preiswerte Flüge von Belgrad nach Israel. Für die eigentlich kein Bedarf bestand, wenn es denn den Zwischenstopp auf Zypern nicht gegeben hätte. Dort stieg nämlich ein Haufen Männer mit Aktenkoffern aus. Was da wohl drin gewesen sein mag ;-) ? Die zweite Etappe des Flugs flog die Maschine quasi leer.

Aber damit wohl noch nicht Ende der Geschichte. Ein (wohl gut informierter) Banker rät den Ermittlungsbehörden, einen Blick auf die Anleihenkäufe der kriselnden zyprischen Banken zu werfen. Diese kauften nämlich noch Griechenlandbonds, als alle anderen schon verkauften (bis auf ein paar hartgesottene Hedgefonds). Das mag der Aussicht der Bankangestellten auf hohe Boni geschuldet gewesen sein (geht zwar mittelfristig nicht gut, aber vielleicht gibt’s ja ein oder zwei Jahre noch hohe Zinsen und damit Boni), vielleicht steckte dahinter aber noch mehr.

Der Banker hält “Provisionsgeschäfte” für denkbar. Nach dem Motto: Finde einen Käufer für meine Griechenlandanleihen und du bekommst 5% Provision. Diese Provision könnten sich der Angestellte der zyprischen Bank und der Verkäufer geteilt haben. Damit wäre die zyprische Bank aber klar betrogen worden.

In der Gänze ein lesenswerter Artikel:

Zypern: Von Zwischenstopps und Zwischenhändlern – Europäische Union – FAZ

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