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Die deutsche Armut und die reichen Italiener – Stützen der Gesellschaft

Don Alphonso zum “Vermögensbericht” der Bundesbank und der EZB. Er weist – wie ich – darauf hin, dass diese Statistik mit sehr viel Vorsicht aufgenommen werden muss. Die Aussage, dass die Deutschen arm sind und die Italiener reich (und sich gefälligst selber helfen sollen), kann man so einfach nicht treffen.

Die unterschiedliche Haushaltsgröße ist ein Parameter, der die Statistik verfälscht. Das Vermögen wurde nämlich nicht pro Kopf, sondern per Haushalt gemessen. In Deutschland leben im Schnitt 1,7 Personen in einem Haushalt, in Italien 2,8. Rechnet man das auf Pro-Kopf-Basis um, sieht die Zahl in Italien schon weit weniger toll aus.

Außerdem gibt es in Italien deutlich mehr Immobilienbesitz, allein schon, weil im Krieg weniger zerbombt und einem Fünftel der Bevölkerung in vier Jahrzehnten Sozialismus jedes Vermögen genommen wurde. Zudem sind die Immobilienpreise in Italien sehr hoch. Selbst kleinere Wohnungen in ziemlich alten Altbauten sind mehrere Hunderttausend Euro wert. Ein Wert, der aber nur auf dem Papier steht. Denn die Alternative Mietwohnung stellt sich für viele Familien nicht, weil das Einkommen nicht reicht, um die Miete zu bezahlen.

In Italien leben ziemlich viele Leute von der Substanz. Die niedrigen Einkommen reichen gerade einmal aus, um zu überleben. Selbst für die Instandhaltung der eigenen Immobilie ist nicht genügend Geld vorhanden. Nach dem Reichtumsbericht gelten sie trotzdem als reich ….

Die deutsche Armut und die reichen Italiener – Stützen der Gesellschaft

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