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Milliardenschaden: Schwerer Betrugsverdacht gegen Banken – Politik – Süddeutsche.de

12 Mrd. allein 2008.

So ganz verstehe ich die Details nicht, aber es scheint sich um eine verbesserte Version des Dividendenstrippings zu handeln.

Zur Erinnerung: beim Dividendenstripping haben die Anleger die Aktie vor dem Termin der Dividendenausschüttung gekauft und gleichzeitig eine Put-Option zur Absicherung. Dann fiel die Aktie am Tag der Dividendenausschüttung um die Dividende (Pi mal Daumen). Der Aktienkurs fiel, die Put-Option stieg, summa summarum war das ein plus-Minus-Null Geschäft. Allerdings konnten die Banken bei einer cleveren Gestaltung mit einem ausländischen Partner die steuerrechtliche Verrechnung der beiden Geschäfte verhindern. Der Kursverlust der Aktie ließ sich also steuerrechtliche als Verlust geltend machen, während der Gewinn aus der Put-Option im Ausland nicht versteuert werden müsste.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Dividendenstripping

Nach diversen Gesetzesänderungen, die eigentlich diese Lücken schließen sollten, geht diese Methode anscheinend immer noch und zwar im Turbo-Modus. Jetzt funktioniert das irgendwie (Details sind mir unklar) über die Steuervergütung. Heute zahlt man bei Kauf einer Aktie kurz vor dem Ausschüttungstermin anteilig die Steuer für die Dividende. Wenn man eine Aktie 200 Tage nach dem letzten Dividendentermin kauft, zahlt man anteilig für 200 Tage Steuern auf die Dividende. Diese gezahlte Steuer kann man unter bestimmten Umständen vom Staat zurückfordern. Nun haben es die Banken geschafft, diese Steuerrückerstattung mehrfach zu bekommen, wahrscheinlich erneut, indem ein Teil des Geschäfts zur Tarnung oder weil dort andere steuerliche Regelungen gelten über das Ausland abgewickelt wurden.

Schaden 12 Milliarden allein 2008. das ging wohl bis 2012, als durch eine erneute Gesetzesänderung die Lücke erneut geschlossen wurde (hoffentlich).

Da fragt man sich doch, ob die Banken überhaupt einen einzigen Euro reell und gesetzestreu verdienen oder ob wirklich alles auf Steuerumgehung, Schwarzgeldwäsche, HFT-Frontrunning und ähnlich dubiose Geschäfte zurückgeht …

Danke an Muschelschloss für den Hinweis: Twitter / Muschelschloss: @egghat RT @SZ_TopNews: …

Milliardenschaden: Schwerer Betrugsverdacht gegen Banken – Politik – Süddeutsche.de

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