Niederlande (halb)mutig: Bankgläubiger der SNS schauen in die Röhre.

Aber nur die nachrangigen Gläubiger …

Wer Sparbücher oder erstrangige Anleihen hatte, bekommt von der Pleitebank das komplette Geld zurück (natürlich nicht von der Bank, sondern vom Staat).

In Spanien hatte man ein ähnliches Vorgehen bei der Bankia auch schon geplant. Da gingen die Sparer, die die Anleihen hielten, aber auf die Straße und bekamen dann doch ihr Geld zurück. Die Bank habe die Anleger über die Nachrangigkeit getäuscht. Was natürlich auch nicht schwierig ist, weil 90% der Anleger den Unterschied zwischen Vor- und Nachrangigkeit nicht kennen dürften.

In Irland wurden vor ein paar Jahren übrigens alle Bankgläubiger ausgezahlt, weil die EZB (und Merkel) das wollte. Man könne die Ansteckung anderer Banken nicht riskieren. Erst müsse man eine Insolvenzordnung für Banken schaffen.

Toll, dass man aus diesem Grund Bankgläubiger auch 2013 noch (nahezu) vollständig retten kann. Was haben die Politiker in den letzten 5 Jahren eigentlich getrieben?

Niederlande : Europa enteignet erstmals die Gläubiger einer Bank – Nachrichten Geld – DIE WELT

Die SNS ist übrigens nicht wirklich klein. Die Bilanzsumme liegt immerhin bei 134 Mrd. Euro, das ist knapp ein Viertel des BIPs der Niederlande. Die Verstaatlichung wird den Staat geschätzte 3,7 Mrd. Euro kosten, wenn sich denn die Sicherheiten zu Geld machen lassen. Was gar nicht so sicher ist, die Preise am holländischen Immobilienmarkt sind ja schon länger im Sinkflug und nun ja, die Geschwindigkeit des Preisrückgangs nimmt nicht ab …

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