Beim wahrscheinlich durchrupptesten DAX-Konzern ist heute HV

Nahezu jedes Jahr auf’s Neue eine Kartellstrafe (1998: Edelstahl, 2007: Aufzüge & Rolltreppen, 2012: Schienen). Journalisten und Gewerkschafter auf Erste-Klasse auf Urlaubstouren eingeladen.

Und das alles unter der Kontrolle des deutschen Gouvernance Papstes Cromme.

Und was passiert?

Cromme will nicht zurücktreten.

Die Aktionärsschützer vom DSW stellen einen lauwarmen Gegenantrag (die bereits Geschassten sollen nicht entlastet werden, bei allen anderen soll die Entlastung vertagt werden).

Und die Arbeitnehmerseite (IG Metall) steht weiterhin hinter Cromme.

Wenn er jetzt wenigstens eine erfolgreiche Bilanz vorlegen könnte … Aber 8 bis 10 Milliarden für neue Stahlwerke in Nord- und Südamerika verballert zu haben, ändert meine Einschätzung dann auch nicht mehr.

Kein DAX-Konzern dürfte aktuell einen schlechteren Vorstand und Aufsichtsrat haben als Thyssenkrupp. Dass die Mitglieder sich zum großen Teil halten können, ist schon ein ziemlich schlechtes Zeichen für die Aktionärsdemokratie (auf die die Schweizer ja setzen wollen, um die exobitanten Gehälter vieler Manager zu begrenzen, siehe: Die wunderbare Welt der Wirtschaft!: Schweiz macht Volksabstimmung über Managermillionen. Vielleicht doch keine gute Idee?)

Thyssen-Krupp-Hauptversammlung: „Wir haben zu lange vertraut“ – Unternehmen – FAZ

Update (11.42):

Oh eine Konsequenz:

Hauptversammlung: ThyssenKrupp-Aufsichtsrat kürzt eigene Vergütung

Halbierung für 2012. Da versucht man sich wohl verzweifelt im Amt zu halten und den Sturm abzuschwächen.

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