Viele Aufsichtsratsposten für Politiker OK, kostet ja kaum Zeit.

Interessante Argumentation des Finanzministers von Niedersachsen Möllring. Der Arbeitsaufwand pro Posten pro Monat läge nur bei ein bis zwei Tagen je Monat.

Mag ja sein, aber jetzt wird es spannend: Was bekommt Möllring dafür? Was ergibt das für einen Stundenlohn?

Vor allem vor dem Hintergrund, dass Wirtschaftswissenschaftler Manuel Theisen die Arbeit der Politiker in Aufsichtsräten so einschätzt:

Keine Ahnung, keine Zeit und auch keine Lust.

Möllring bekam bei Salzgitter 55.000 Euro im Jahr. Macht für 12 bis 24 Tage im Jahr 2.300 bis 4.600 Euro Tagessatz.  So gaaanz unglaublich unverschämt ist das nicht. Ich kenne SAP-Berater, die auch vierstellige Tagessätze haben. Nur: Die haben Ahnung …

Und wenn man sich anschaut, wer so alles im Aufsichtsrat der Nord/LB sitzt, ahnt man, warum die deutschen Landesbanken zu den schlecht geführtesten Banken weltweit gehören … Für keine Ahnung, keine Zeit und keine Lust vierstellige Tagessätze zu kassieren, würde ich auch mal gerne …

Politiker in Aufsichtsräten: Gefährliche Ämter-Überhäufung – Wirtschaftspolitik – FAZ

Update (11:14)

Frank Lübberding ergänzt, dass die Politiker das Geld nicht behalten dürfen und die Vergütung bis auf eine Kostenpauschale ans Land abführen müssen. Dann bleibt aber das Problem der mangelnden Qualifizierung …

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