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Schuldenkrise: Griechenlands Finanzminister: Wachstum frühestens 2014 – Griechenland – FAZ

Frühestens.

2013 ist die Wende auf jeden Fall völlig ausgeschlossen. Stournaras erwartet für 2013 jetzt 4,5% BIP-Minus. Nicht komplett unrealistische Hochrechnungen können sich aber auch ein doppelt so hohes Minus vorstellen (siehe Ekathimerini: Griechenlands BIP könnte 2013 9% fallen – egghat’s not so micro blog).

2013 ist Wachstum schon deshalb ausgeschlossen, weil erneut Sparmaßnahmen des Staats in Höhe von 11 Mrd. Euro umgesetzt werden. Egal wie hoch man den Multiplikator ansetzt, sorgt allein das schon für 3-5% BIP-Minus. Dazu noch ein paar Prozentpünktchen für das noch fallende BIP (sowas dreht nicht in zwei, drei Quartalen von -6,x% ins Plus) und man landet schnell bei deutlich höheren Werten als -4,5%.

Sollte danach noch mal ein weiteres Sparprogramm für 2014 folgen und das aktuelle Sparpaket nicht wie angekündigt das letzte sein, sinkt das BIP aber auch 2014 weiter. Die Fallgeschwindigkeit wird wohl abnehmen, aber Wachstum ist in Griechenland definitiv erst wieder möglich, wenn das Sparen beendet wird. Und richtig kräftiges Wachstum, wie es für die Erreichung der Schuldenreduzierungsziele nötig wäre, wird es IMHO erst geben, wenn von außen Geld nach Griechenland gepumpt wird.

Update (12:47):

Vielleicht wird Merkels Umfeld (Filterbubble?) die Lage in Griechenland endlich bewusst, jetzt wenn das Thema in der FAZ kommt:

Krise in Griechenland: Eine Gesellschaft stürzt ins Bodenlose – Debatten – FAZ

Schuldenkrise: Griechenlands Finanzminister: Wachstum frühestens 2014 – Griechenland – FAZ

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