Pflichtlektüre für heute: Willem Buiter zu Griechenland

Ein paar Ausschnitte:

Die Austeritätsmassnahmen entsprechen mehr als 9% des BIP. Dennoch verfehlt Griechenland die fiskalischen Ziele – weil die Vorgaben idiotisch sind, nicht wegen mangelnder Anstrengung.

noch besser:

Der [griechische] Staat tut alles, was er nicht tun sollte, und nichts, was er tun sollte.

Und das alles sollte man nicht allein Griechenland vorwerfen, sondern es wird vom ersten Tag an falsch aus Brüssel gefordert. OK, es wird zwar gefordert, aber nicht eingefordert. Ich würde zum Beispiel kein Geld zur Verfügung stellen, solange Griechenland nicht neue Gesetze erlässt, mit denen die Steuersünder/-säumige zahlen müssen (und nicht einfach mit einer Klage ihre Steuerzahlung auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben können).

Buiter rechnet weiterhin mit einem Ausstieg (nicht Rauswurf) Griechenlands, weil das Land nach einem Wirtschaftseinbruch von 35% am Ende seiner Leidensfähigkeit angekommen ist.

Spanien kommt im Interview auch dran (“Lohnstückkosten müssen 15% runter”) und Frankreich ebenfalls (“gehört bestenfalls zum weichen Kern Europas”, “weltweit am meisten aufgeblähter Wohlfahrtsstaat, mit 57% des BIPs noch größer als in Schweden”).

Danach gibt es noch ein paar Statements zu Bankenunion, ESM und Frankenwechselkurs. Wie immer interessant.

«Griechenland wird die Eurozone verlassen» | Finanz Und Wirtschaft

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