Griechenland spart nicht nur zu viel, sondern auch falsch

Sparen AN SICH ist nicht das Problem, sondern das “Wieviel” und das “Wo”.

Und selbst dann muss man noch fein unterscheiden, wo gespart und ob überhaupt gespart wird.

Steuererhöhungen zum Beispiel fallen ja eigentlich nicht im engeren Sinne unter Sparen, was eng betrachtet ja nur die Senkung von Ausgaben ist. Ein viel zu großer Teil der Sparprogramme besteht aus Steuererhöhungen, ein viel zu geringer aus wirklichen Ausgabensenkungen. Und die Steuererhöhungen betreffen überwiegend Verbrauchssteuern wie die Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, etc. Sprich sie treffen alle, auch die Ärmsten.

Und selbst bei der Senkung der Ausgaben geht der griechische Staat viel zu wenig an die Privilegien der Staatsangestellten (bis zu 15 Monatsgehälter pro Jahr, …), sondern kürzt über alle weg: Das trifft dann besonders die  Ärmsten, zum Beispiel die Rentner.

Diese wiederum werden auch von den Steuererhöhungen (natürlich überwiegend Verbrauchssteuern) getroffen, siehe oben.

Gleichzeitig werden die immer noch ziemlich privilegierten Staatsangestellten geschont, genau wie die Reichen, die Steuerbetrüger und die Schwarzgeld-In-Die-Schweiz-Schaffer, … (Auch Griechenland hat jetzt Steuer-CDs aus der Schweiz … – egghat’s not so micro blog)

Klar, bei diesem völlig übertriebenen Ausmaß des Sparprogramms (Kathimerini errechnet ein Gesamtvolumen von 30% des BIPs, das zwischen 2009 und 2014 “weggespart” werden soll, so viel wie noch nie ein Land in so kurzer Zeit gespart hat) muss man über die Verteilung der Sparbemühungen eigentlich kaum diskutieren. Das ist dann fast kaum relevant. Nur: Mit etwas ausgeglichenerem Sparen wäre das vielleicht auch alles nicht so drastisch ausgefallen.

ekathimerini.com | Excessive austerity killing Greece

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