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Baltic Dry fällt weiter – aber keine Panik.

Der Fall des Baltic Dry Index war hier schon ein paar Mal Thema. Kein Wunder, gilt er doch als guter Indikator für die weltweite Konjunkturentwicklung. Allerdings misst der Baltic Dry nur Teile der weltweiten Schiffscharterraten und außerdem ist er sehr volatil. Andere Indizes verhalten sich deutlich weniger dramatisch, siehe den oben erwähnten Harpex Index, der die Preise für Containerschiffe misst und sich stabilisiert hat.

Außerdem, so unkte ich schon in den älteren Posts zum Thema, tritt das Preistief oft Ende Januar auf. Der Preisrückgang ist also zum Teil normal.

Im großen Chart oben kann man diesen Effekt auch sehr gut erkennen. Der Tiefpunkt in der Mitte ist jeweils das chinesische Neujahrsfest (Betriebsferien, …). Die Charterraten fallen fast immer vorher und steigen fast immer nachher gleich wieder an. Das war 2008, 2009, 2010 und 2011 so. Auch 2012 ist es nicht anders.

Allerdings ist das Ausmaß schon ein anderes als in den Jahren zuvor. Erstens war der Einbruch vorher außergewöhnlich kräftig. Und zweitens bleibt die eigentlich fällige Erholung bis dato aus. 

Im Chart noch nicht sichtbar: Heute ging es noch einmal 3% weiter runter auf 680 Punkte. Damit ist der Baltic Dry Index nur noch 14 Zähler vom absoluten Tiefststand von Anfang 2009 entfernt. Es wird also langsam Zeit für die Wende, wenn noch ein neues Tief vermieden werden soll …

Kurz: Optimistisch macht der Baltic Dry natürlich nicht, aber Panik sollte man deswegen auch nicht bekommen.

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