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Ökonomie neu denken – Heute der 4. Teil mit Thomas Mayer von der Deutschen Bank.

Mayer fragt sich, warum in der Ökonomie viel mit Paradigmen und wenig mit einer Herangehensweise wie Karl Popper (Hypothese aufstellen und überprüfen und werfen sie u.U. auch wieder weg) gearbeitet wird.

Irgendwann wurde die neoliberale Denkweise (homo oeconomicus, rationale Entscheider, effiziente Märkte) zur einzigen akzeptierten Denkweise und übernahm die Kontrolle über (fast) den gesamten Wissenschaftszweig. Vielleicht auch, weil sich mit diesen Annahmen tolle Modelle bauen lassen und (fast) alles erklärt werden kann.

Das wirkte dann bis in die Politik hinein (Reagonomics) und auch die Modelle der Finanzwirtschaft basieren immer noch auf diesen Annahmen. Beides hat maßgeblich zur Krise beigetragen. In der Politik, genauer der Wirtschafts- und Geldmarktpolitik, wurden wesentliche Einflussparameter ignoriert (z.B. Vermögenspreise, Kreditvergabe).

Und auch die Finanzmarktmodelle (Markowitz, Value at Risk VaR) basieren auf diesen Annahmen. Sie täuschen damit eine Genauigkeit vor, die sie nie liefern können. Weil man aber glaubt, dass man alles im Griff hat, fährt man das Risiko hoch. Die Annahmen stellen sich dann irgendwann als falsch heraus und das ganze Gebäude bricht zusammen.

Am Ende des Interviews merkt man auch, dass Mayer von der österreichischen Schule (Hayek et al) zumindest inspiriert ist.

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